Albtraum und Idylle

Idylle und Albtraum liegen bisweilen dicht beieinander. „Es war, als hätt‘ der Himmel / Die Erde still geküsst“ – von den herrlichen Versen von Eichendorffs „Mondnacht“ bis zur Friedhofsszene in Kafkas „Ein Traum“ reicht das Spektrum der Texte, welche die Musik flankieren. Alles steht dabei im Zeichen der Romantik, des Todes und des Traums. In seinem epochalen Wurf „Prélude à l’après-midi d’un faune“ spürt Debussy den erotischen Träumen eines Fauns nach. In der „Fieberphantasie“, einer auf ihre Weise hochromantischen Musik, geht Jörg Widmann dem „Wunsch nach Grenzerweiterung“ nach, und auch Schuberts abgründige Romantik darf sich hier aussprechen. Den Abschluss bildet Wagners schwärmerisches „Siegfried-Idyll“.

Auf Einladung der Dresdner Philharmonie

Clemens Brentano
„Hör‘, es klagt die Flöte wieder“
Claude Debussy
„Prélude à l’après-midi d’un faune“ (1894)
Franz Kafka
„Ein Traum“
Paul Hindemith
aus dem Ballett „Der Dämon“ op. 28 (1922)
Joseph von Eichendorff
„Mondnacht“
Franz Schubert
Andante con moto aus dem Streichquartett d-Moll „Der Tod und das Mädchen“ D 810 (1824)
Wolfgang Herrndorf
„Bilder deiner großen Liebe“
Jörg Widmann
„Fieberphantasie“ (1999)
Bertolt Brecht
„Erinnerung an die Marie A.“, „Die Liebenden“
Franz Schubert
Adagio aus dem Oktett F-Dur D 803 (1824)
Heinrich von Kleist
Brief an Wilhelmine von Zenge
Richard Wagner
„Siegfried-Idyll“ (1870)

Ulrich Matthes | Lesung
Scharoun Ensemble Berlin

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