Bach und die Romantiker

„… Wiederum fiel mir ein, wie man mit Bach doch niemals fertig, wie er immer tiefer wird, je mehr man ihn hört“, schrieb Schumann 1839 nach einem Leipziger Orgelkonzert Felix Mendelssohn-Bartholdys mit Werken von Johann Sebastian Bach. Die Wiederaufführung der Matthäuspassion durch Mendelssohn 1829 markierte den Beginn einer Entwicklung, in der die Werke des Meisters wieder für das Konzertleben gewonnen wurden. Die Zeitgenossen studierten die Kompositionstechniken Bachs und empfingen dadurch schöpferische Impulse. Die thematische Verwendung der Tonbuchstaben B-A-C-H macht in nicht wenigen Werken dabei die Hommage ohrenfällig. In Franz Liszts unorthodoxer Komposition verschmilzt die altehrwürdige Fugentechnik mit seinem nur ihm eigentümlichen rhapsodischen Stil.

Robert Schumann
Aus „Sechs Fugen über B-A-C-H“ op. 60 (1845) Fuge Nr. 1 B-Dur
Johann Sebastian Bach
Choralvorspiel „O Mensch, bewein dein Sünde groß“ BWV 622 (ca. 1717)
Fantasie und Fuge g-Moll BWV 542 (um 1720) Bearbeitung ursprünglich für Klavier von Franz Liszt S 463 (1869)
Charles-Marie Widor
„Marche du veilleur de nuit“ (1925)
Freie Bearbeitung des Choralvorspiels „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ BWV 645 von J. S. Bach
Franz Liszt
Präludium und Fuge über B-A-C-H (1856/70)
Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonate für Orgel Nr. 6 d-Moll (basierend auf dem Bach-Choral „Vater unser im Himmelreich“ BWV 416) (1845)
Eugène Gigout
Air célèbre de la Pentecôte (Transkription nach BWV 68 von J. S. Bach)
Robert Schumann
Aus „Sechs Fugen über B-A-C-H“ op. 60 (1845) Fuge Nr. 4 B-Dur Fuge Nr. 5 F-Dur
Johann Sebastian Bach
Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582 (um 1710)

Olivier Latry | Orgel

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