Drei Metropolen - drei Meister

  • 23.10.2019 | 20:00 Uhr

Mendelssohns in Leipzig entstandene Sonaten für Orgel sind Marksteine in der Geschichte der Orgelmusik. Selbst ein brillanter Spieler, war er nach Bach der erste Komponist von internationalem Rang, der sich wieder ernsthaft mit der Orgel auseinandersetzte. Robert Schumann bewunderte an Mendelssohns Orgelsonaten „das Vorwärtsstreben, diese echt poetischen neuen Formen, wie sie sich in jeder Sonate zum vollkommenen Bild runden“. Auch Gustav Adolf Merkel wurde von Robert Schumann geschätzt. Er stammte aus der Lausitz und war Lehrer an einer Dresdner Bürgerschule, bevor er sich als Organist der Kreuzkirche und der Hofkirche sowie als Komponist ganz der Musik widmete. Sein Orgelspiel zeichnete sich durch größte Klarheit und Gediegenheit aus, und die Orgelkompositionen Merkels fanden große Verbreitung. Der Organist, Komponist und Musikschriftsteller Heinrich Reimann studierte in Breslau, war Organist der Philharmonie und der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. 1898 gründete er eine Berliner Bach-Gesellschaft.

Felix Mendelssohn Bartholdy
Sonata f-Moll (1845)
Andante mit Variationen D-Dur (1841)
Gustav Adolf Merkel
Sonate Nr. 2 g-Moll (1866)
Heinrich Reimann
Ciacona f-Moll (1905)

Holger Gehring | Orgel

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