I have a dream

  • 09.11.2019 | 18:30 Uhr

„... und der Zukunft zugewandt ...“
Thementag - 30 Jahre nach dem Mauerfall

Eintritt 5 € pro Veranstaltung

Gesungen wurde die oben zitierte Zeile aus der Nationalhymne der DDR schon seit den 1970er Jahren nicht mehr, da im Text später „Deutschland, einig Vaterland“ beschworen wurde, das längst nicht mehr Staatsziel war. Als dann 1990 Deutschland tatsächlich geeint wurde, hatte das für viele Protagonisten der zeitgenössischen Musik der DDR einschneidende Folgen. Ihre Musik, die zuvor oft quer stand zu den Forderungen einer staatskonformen Kunst, wurde nun ziemlich vollständig ins Abseits gedrängt.

Wir stellen einige Werke erneut zur Diskussion – nicht nur als Zeitdokumente, sondern als Kunstwerke, die dank ihrer Qualität unverändert Relevanz haben. Sie reflektieren Phänomene, die heute höchst aktuell sind in einer Sprache, deren Wucht und Expressivität man sich schwerlich entziehen kann. Zum Beispiel Friedrich Schenkers „Sinfonie in memoriam Martin Luther King“: Die Uraufführung dieses Werkes fand 1972 im Dresdner Kulturpalast mit der von Kurt Masur dirigierten Dresdner Philharmonie statt. An die bemerkenswerten Publikumsreaktionen – von laut schlagenden Türen ist die Rede – erinnern sich Zeitzeugen noch heute. Man darf gespannt sein, ob die Türen des Konzertsaales erneut außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt sein werden…

In Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur

Friedrich Schenker
„Sinfonia in memoriam Martin Luther King“ (1971)
Einführung
mit Berichten von Zeitzeugen über die Uraufführung 1972 im Kulturpalast

Jonathan Stockhammer | Dirigent
Dresdner Philharmonie

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