Mahler 1

  • 08.02.2020 | 19:30 Uhr
  • 09.02.2020 | 18:00 Uhr

„Sonderbar geht es mir mit all diesen Werken, wenn ich sie dirigiere. Es kristallisiert sich eine brennend schmerzliche Empfindung: Was ist das für eine Welt, welche solche Klänge und Gestalten als Widerbild auswirft! So was wie der Trauermarsch und der darauf ausbrechende Sturm scheint mir wie eine brennende Anklage an den Schöpfer.“ Das schrieb Gustav Mahler 1909 an Bruno Walter, nachdem er seine Erste Sinfonie dirigiert hatte. Musik als Widerhall von Realität und als Einspruch: Einem solchen Ideal wusste sich auch Friedrich Schenker verpflichtet – einer der wichtigsten, originellsten und unangepasstesten Komponisten der DDR. Seine einer Ästhetik des Widerstands verpflichtete Musik ist heute aktueller denn je. Den beiden von Leidenschaft durchglühten Werken entspricht Mozarts d-Moll Klavierkonzert in seinem düsteren Ernst natürlich bestens.

Friedrich Schenker
„Fanal Spanien 1936“
Ballade für großes Orchester (1980)
Wolfgang Amadeus Mozart
Konzert für Klavier und Orchester d-Moll KV 466 (1785)
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 1 D-Dur (1888)


Constantin Trinks | Dirigent
Martin Helmchen | Klavier
Dresdner Philharmonie

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