Pfingstkonzert

Dass die Musik die Hörer in mystische Welten entführen kann, hat sie immer wieder bewiesen. Liegt Olivier Messians „Hymne au Saint-Sacrement“ die katholische Mystik zugrunde, so beruht Alexander Skrjabins „Poème de l’extase“ auf einem selbstverfassten Gedicht des Komponisten, in dem komplizierte privat-esoterische Gedanken ausgeführt werden. Nichtsdestotrotz ist Skrjabins glühend-sinnliche Musik von unmittelbarer Wirkung. Das erste Violinkonzert von Schostakowitsch konnte in Sowjetrussland zunächst nicht gespielt werden, es wurde als zu gewagt angesehen. Sein oft skurriler und geradezu dämonischer Charakter macht es zu einem Hörabenteuer der besonderen Art.

Olivier Messiaen
„Hymne au Saint-Sacrement“ für Orchester (1932/47)
Dmitri Schostakowitsch
Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 77 (1948)
Igor Strawinski
„Chant funèbre“ – Hommage an Nikolai Rimski-Korsakow (1909)
Alexander Skrjabin
„Poème de l'extase“ für Orchester (1908)

Karina Canellakis | Dirigentin
Christian Tetzlaff | Artist in Residence
Dresdner Philharmonie

Zurück