Quattro pezzi sacri

  • 14.09.2019 | 19:30 Uhr

Die „Vier geistlichen Lieder“ sind das letzte große Werk Verdis. Sie fassen nicht nur sein Schaffen, sondern jahrhundertealte Traditionen insbesondere der italienischen Vokalmusik zusammen. Das Spektrum reicht vom madrigalartigen Vokalsatz (Laudi alla Vergine Maria) über den a cappella eingesetzten Chor (Ave Maria) bis hin zu monumentalen chorsinfonischen Sätzen (Stabat mater, Te Deum), die an die „Missa da Requiem“ anknüpfen. Auch Dallapiccolas „Gesänge aus der Gefangenschaft“ sind komponierte Bekenntnisse: Zwischen 1938 und 1941 vertonte er Texte von drei historischen Gestalten, die zu Unrecht eingekerkert waren und ihr Leben verloren. Ihre eindringliche Expressivität verdankt diese Musik der Verschränkung von avancierten Mitteln mit einer das Kantable betonenden Italianità.

Luigi Dallapiccola
„Canti di prigionia“
für gemischten Chor und Instrumente (1938-1941)
Giuseppe Verdi
„Quattro pezzi sacri“
für Chor und Orchester (1889-1897)

Marek Janowski | Dirigent
Iwona Sobotka | Sopran
MDR Rundfunkchor
Dresdner Philharmonie

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