Requiem

  • 13.02.2020 | 19:30 Uhr

Der bibelkundige Brahms hat sich die Texte für sein „Deutsches Requiem“ selbst zusammengestellt. Das Werk hat keinen liturgischen Charakter, es ist mehr eine persönliche Bekenntnismusik. Brahms hat die Charaktere der einzelnen Sätze sorgfältig voneinander abgesetzt. Schrecken, Trost und Hoffnung wechseln sich ab. Die gewaltigen Fugen sind mehr an Händel als an Bach geschult. Ihnen stehen Passagen romantischer Innigkeit gegenüber, in denen der scheue Brahms ungewohnte Einblicke in sein Seelenleben erlaubt. Die gelungene Balance zwischen subjektiven und objektiven Zügen macht das „Deutsche Requiem“ zu einem in seiner Art einzig dastehenden Werk.

Johannes Brahms
„Ein deutsches Requiem“
nach Worten der Heiligen Schrift für Soli, Chor und Orchester (1868)


Marek Janowski | Dirigent
Christina Landshamer | Sopran
Markus Eiche | Bariton
MDR Rundfunkchor
Dresdner Philharmonie

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